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Digitale Kampagnen kreieren und Kunden begeistern

Unsere Digital Marketing Expertin Kathleen Runge verrät, welche Rezepte in Zeiten der Krise zum Kampagnenerfolg führen

Digitale Kampagnen kreieren und Kunden begeistern

Im zweiten Pandemiejahr und in Zeiten der Homeoffice-Pflicht sind unsere sozialen Kontakte und unser kulturelles Leben weiterhin eingeschränkt. Und das wird wohl noch eine Weile so bleiben. Das führte bei mir zu einer erhöhten Anzahl meiner «Kochsessions» in der Mittagspause. Als Marketing-Expertin gehen mir in diesen kostbaren Momenten auch immer gleich mehrere Dinge durch den Kopf. Wie geht es wohl meinen Lieblingsbeizen und Lieblings-Eventlocations? Werden sie die Krise überstehen? Und welche Tipps könnte ich ihnen geben, dass sie trotz geschlossenen Innen-Lokalen mit mir in Kontakt und mich für den Moment der Öffnung aktivieren können? Wie wäre es zum Beispiel mit einer Umfrage, was man kulinarisch im Lockdown am meisten vermisst hat? Wie genial wäre es, wenn genau in der ersten Zeit nach dem Lockdown die Speisekarte solche Feedbacks berücksichtigt?

Eine gute Digital-Kampagne braucht, ähnlich einem guten Gericht, die richtigen Zutaten. Denn trotz veränderter Situation schaffen es einige meiner Lieblingsbrands mit mir zu kommunizieren. Sie haben offenbar die Kampagnenzutaten gut zusammengestellt. Andere Unternehmen habe ich nicht mehr auf dem Radar. Sie sind buchstäblich von meiner Bildfläche verschwunden. Wir Kund:innen gehen mit dem Brand unseres Vertrauens emotionale Beziehungen ein, die gepflegt werden möchten. Gut geplante Marketingmassnahmen sind ein Mittel, dieses Ziel zu erreichen.

Das Kombinieren der richtigen Zutaten

Damit eine digitale Kampagne die gewünschten Ziele erfüllt, braucht es ein paar wichtige Zutaten. Die Erste heisst Daten. Wer das Kundenverhalten kennt und weiss, welche Kontaktpunkte in der Vergangenheit wie performt haben, kann Rückschlüsse auf kommende Kampagnen ziehen und wichtige Kampagnenelemente optimieren. Zudem lässt sich so auch identifizieren, welche Themen und Contentformen beim Kunden gut ankamen.

Eine Customer Journey Map hilft bei der Bestandsaufnahme aller zur Verfügung stehenden Zutaten und zeigt auf, ob es hier durch die aktuelle Situation Veränderungen gibt und wo sich eine Optimierung lohnt. Durch COVID-19 sitzen wir alle viel länger vor dem Monitor. Auch ist durch die Homeoffice-Pflicht das Pendeln weggefallen. Das führt natürlich zu einer Verhaltensänderung. War man früher während des Pendelns in den sozialen Medien unterwegs und hat dort Neues entdeckt, fällt dieses ziellose Browsen heute weg oder passiert zu ganz anderen Zeiten. Dies kann man in der Aussteuerung der meisten Paid-Anzeigen berücksichtigen.

Eventuell wurden im vergangenen Jahr neue digitale Kontaktpunkte erschaffen, welche jetzt die Customer Journey bereichern und in geschickter Kombination mit bekannten «Hausmitteln» zu tollen WOW-Erlebnissen beim Kunden führen. Oftmals verhält es sich da wie beim Kochen. Manchmal muss man ein bekanntes Rezept nur anders inszenieren, ohne es komplett neu zu erfinden. Wer Disneys «Ratatouille» gesehen hat, weiss was ich meine 😉. Ein Video, das für die Einbindung auf der Webseite erstellt wurde, ist vermutlich nicht 100% geeignet, um es in den sozialen Medien zu streuen. Es kann jedoch als Basis für einen kürzeren Clip mit passendem Call-To-Action (CTA) dienen. Vielleicht gibt es auch spannende Webinare, für die man sich anmelden kann. Diese eröffnen im Bestätigungsprozess neue Kontaktpunkte, welche in die Customer Journey und auch in die Kampagne einfliessen sollen. Vielfalt als Zutat in einer Kampagne sorgt dafür, dass das Kernthema konsequent, aber nicht eintönig kommuniziert wird.

Keine Angst vor Experimenten

Wer sich unsicher ist, ob es den einen oder anderen, vielleicht auch teuren Kontaktpunkt noch in der Kampagne braucht, dem empfehle ich die Zutat «Experimente». Diese können klein beginnen und nach Analyse in die nächste Entwicklungsstufe gehen. Im Bereich von Paid-Kampagnen hat sich ein konkreteres Targeting oder der Fokus auf spezifische Keywords anstelle von grossen Keywordgruppen bewährt. Kreative Ideen für andere Touchpoints lassen sich leicht finden, denn gewisse Tools sind oft schon im Einsatz, müssen aber neu gedacht oder mit vorhandenen Werkzeugen neu kombiniert werden. Sei es eine Funktion in einem Newsletter-Tool, die bisher ein Schattendasein fristet, oder eine nicht genutzte Komponente im eingesetzten Content-Management-System. Auch Themen wie Webseiten- und Landingpage-Optimierung, Community-Building und Newsletter-Automation helfen, eine Kampagne so aufzusetzen, dass sowohl beim Kunden als auch beim Unternehmen Freude aufkommt.

Egal, für welches Kampagnenrezept man sich nun entscheidet: Die Kunden werden merken, ob ihr auch an die Geheimzutat gedacht habt. Denn unbewusst spüren wir, ob etwas mit Liebe zusammengestellt wurde.

Gemeinsam kochen macht mehr Spass

Egal ob man nun gerade mitten in der Kampagnenplanung steckt oder jetzt darüber nachdenkt eine Digital-Kampagne zu erstellen. Manchmal ist man sich unsicher, ob nun die passenden Zutaten gewählt oder richtig kombiniert wurden. In diesen Fällen hilft öfters eine frische Perspektive. Das gilt übrigens auch für digitale Kampagnen, welche schon aktiv aber nicht ganz on point sind.

Wer also eine Zweitmeinung oder neue Rezeptideen für digitale Kampagnen wünscht, ist herzlich eingeladen mich zu kontaktieren. Gerne unterstütze ich Euch in der Kampagnenküche.

Eure Kathleen